Geschichte
Familie und Handwerk
Seit August 2007 steht die vierte Generation unserer Familie am Braukessel und in der Wirtschaft. Wie seine Vorfahren heißt der vierte Braumeister in Folge (in der Familiengeschichte der VI.) Sigmund Brockard. Gemeinsam mit seiner Schwester Ulrike Göller, geb. Brockard, Hotelmeisterin, führt er heute die Brauerei Greifenklau. Was beide verbindet, ist nicht nur die Familie, sondern auch die gemeinsame Verantwortung für das, was über Generationen aufgebaut wurde.
Ihre Eltern, Dagmar und Sigmund Brockard, haben den Betrieb über viele Jahre mit großer Leidenschaft, Weitsicht und persönlichem Einsatz geprägt. Auch wenn sie sich Schritt für Schritt aus dem Tagesgeschäft zurückgezogen haben, stehen sie der nächsten Generation weiterhin mit ihrer Erfahrung, ihrem Rat und ihrer Unterstützung zur Seite – etwas, das für uns von unschätzbarem Wert ist. So verbinden sich bei uns Tradition, Familie und gemeinsames Arbeiten – von Generation zu Generation.
Der Anfang – 1914
Im Jahr 1914 kaufte unser Urgroßvater den Greifenklau.
Das Gebäude war damals stark heruntergewirtschaftet und kaum bewohnbar. Bevor an Bier zu denken war, standen umfangreiche Renovierungen an – um überhaupt hygienisch leben und arbeiten zu können. Gebraut wurde zunächst außerhalb des Betriebs, denn die eigenen Räume waren dafür ungeeignet.
Doch das Ziel war klar: Eines Tages soll hier wieder selbst gebraut werden.
Nach Jahren der Arbeit kehrte das Bier zurück in den Greifenklau.
Der Zweite Weltkrieg brachte erneut eine Zwangspause – doch auch diese Zeit wurde überstanden.
Aufbau und Wachstum
Nach dem Krieg übernahm unser Großvater die Brauerei. Er führte die Brautradition fort und investierte mutig in die Zukunft. In den 1970er Jahren entstand das neue Brauhaus im Hintergebäude. Zuvor wurde noch im Hauptgebäude an der Hauptstraße gebraut – unter sehr beengten Bedingungen.
Der Neubau brachte entscheidende Verbesserungen:
- bessere Hygiene
- effizientere Abläufe
- mehr Platz für Technik und Lagerung
- wirtschaftlicheres Arbeiten
Ein Meilenstein für die Entwicklung der Brauerei.
Technik trifft Tradition
Unser Vater führte den Betrieb mit dem klaren Anspruch weiter, Tradition und Fortschritt zu verbinden.
Stillstand gab es nie.
Regelmäßige Investitionen, technische Modernisierung und konsequente Qualitätsarbeit prägen diese Zeit bis heute.
Viele unserer heutigen Anlagen gehen auf seine Entscheidungen zurück.
Handwerk bewahren – aber mit moderner Technik arbeiten.
Heute und Zukunft
Heute führen wir die Brauerei weiter.
Mit großem Respekt vor dem, was unsere Familie aufgebaut hat – und mit klaren Zielen:
- Qualität sichern und weiterentwickeln
- Regionalität konsequent leben
- Nachhaltigkeit ausbauen
- Tradition bewahren, ohne stehenzubleiben
Damit der Greifenklau auch in Zukunft eine Heimat für gutes Bier bleibt.
1585 erstmals erwähnt, beginnt die eigentliche Braugeschichte mit dem Domherrn Franz Friedrich von Greifenklau, der Anfang des 18. Jahrhunderts Wirts- und Brauhaus samt Stadel, Stallung und Hofreite errichtete, rückseitig gehört auch ein Garten mit Blick zur Altenburg (der heutige Biergarten) dazu.
Als er 1729 stirbt, geht der Besitz an das Domkapitel über. Dieses setzt fest, das Anwesen zu veräußern und das bestehende Braurecht in ein einfaches Schankrecht umzuwandeln.
Nach wechselnden Besitzern ersteigert der aus Gleusdorf stammende Braumeister Sigmund Brockard, der Urgroßvater der jetzigen Generation, für 38.000 Mark den Greifenklau. In welch desolatem Zustand die gesamte Einrichtung gewesen sein muss, wird daran ersichtlich, dass Sigmund bis zum Jahr 1919 sein Bier in der Brauerei Riegelhof brauen lässt. Erst danach ist das Brauhaus wieder betriebsbereit, um beispielsweise im November das helle Bockbier mit einem Stammwürzegehalt von 16,4 Prozent zum Ausschank zu bringen. Noch heute erstreckt sich unter dem Biergarten auf drei Etagen ein weitläufiger Felsenkeller.
Die Wurzeln der Brauerei reichen bis ins Jahr 1719 zurück und stehen für lange Bamberger Brautradition.
Die Brauerei ist seit 1914 in Familienhand und wird heute in der vierten Generation geführt.
Die Brauerei wird von den Familien Brockard und Göller geführt, die die Tradition fortsetzen und gleichzeitig moderne Entwicklungen integrieren.
Die Verbindung aus Tradition, Familienführung, eigener Brauerei, Gaststätte und Biergarten macht Greifenklau zu einem authentischen Bamberger Original.
Die Geschichte ist ein zentraler Bestandteil der Identität. Viele Werte wie handwerkliches Brauen, Regionalität und Beständigkeit werden bis heute weitergeführt.
Die Brauerei liegt am Laurenziplatz oberhalb der Altstadt – eine historische Lage mit besonderem Charakter.
Bamberg ist weltweit bekannt für seine Bierkultur. Die Brauerei Greifenklau ist Teil dieser Tradition und prägt sie aktiv mit.
Ja, die Brauerei verbindet traditionelle Braukunst mit moderner Technik, um Qualität und Beständigkeit zu sichern.
1960 neues Brauereigebäude mit Sudhaus und Lagerkeller
1979 Küchenrenovierung
1982 neue Sudpfanne
1985 Eröffnung neuer Gastraum (Schützenhaus)
1999 Whirlpool und Kühltechnik
2000 Pergola im Biergartan
2002 Sanierung Brauereigebäude
2006 Komplette WC-Anlage erneuert
2006 Flurbereich renoviert
2007 Biergartensanierung
2008 neuer Lagerkeller mit Edelstahltanks
2010 Pflaster Erneuerung im Biergarten
2012 neuer Gärtank
2012 neuer Sommerausschank
2016 neue Gaszentralheizung
2018 Dachsanierung des Hauptgebäudes
2021 Komplett neue Brauereitechnik installiert (Sudhaus/Heizung/Filtration)
2025 PV-Anlage auf der Brauerei (24kwp)
Aktuell wird die Brauerei in der vierten Generation geführt.
Die Kombination aus:
• historischer Braustätte
• Familienbetrieb
• eigener Gastronomie
• Biergarten mit Aussicht
macht Greifenklau einzigartig in Bamberg.